Form- und Fristfehler
Kündigung mündlich, per E-Mail oder per WhatsApp? Unwirksam. Nicht eigenhändig unterschrieben? Unwirksam. Wir prüfen jede Zeile.
Sie haben eine Kündigung erhalten? Alles, was Sie über die Klage vor dem Arbeitsgericht wissen müssen: die unerbittliche 3-Wochen-Frist, der Ablauf bis zum Urteil, die Erfolgsaussichten und die Kosten — geprüft von Fachanwälten für Arbeitsrecht.
Klage prüfen lassen →Nach Zugang Ihrer Kündigung haben Sie exakt 21 Kalendertage, um Klage beim Arbeitsgericht einzureichen. Die Frist beginnt mit dem Zugang — nicht mit dem Datum auf dem Schreiben.
Verpassen Sie sie, gilt die Kündigung als rechtswirksam — selbst wenn sie grob fehlerhaft war. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist nur in seltenen Ausnahmefällen möglich.
Klage prüfen lassen →Eine Kündigungsschutzklage lohnt sich praktisch immer — wenn Sie zurück in den Job wollen oder eine angemessene Abfindung anstreben. Der Grund: Das deutsche Kündigungsschutzgesetz stellt sehr hohe Hürden, und die meisten Kündigungen weisen Form- oder Begründungsfehler auf. Rund 81 % der Verfahren enden mit einem Vergleich, häufig zugunsten des Arbeitnehmers.
Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) greift, wenn beide Bedingungen erfüllt sind: Sie sind länger als 6 Monate im Betrieb und der Arbeitgeber beschäftigt mehr als 10 Arbeitnehmer (Vollzeitäquivalente). Aber auch im Kleinbetrieb gibt es Schutz — gegen sittenwidrige, treuwidrige oder diskriminierende Kündigungen.
Quelle: Auswertung von 2.412 abgeschlossenen Kündigungsschutzverfahren der Kanzlei mak Arbeitsrecht, 2018–2025. „Erfolgsquote" = Verfahren mit Vergleich zugunsten des Arbeitnehmers oder Urteil.
Klageschrift mit Anträgen auf Feststellung der Unwirksamkeit. Per beA digital ans Arbeitsgericht.
Erste Verhandlung vor dem Vorsitzenden Richter. In 60–70 % der Fälle endet das Verfahren hier mit einem Vergleich.
Klagebegründung, Klageerwiderung, Replik. Hier wird der Fall juristisch ausgekleidet.
Drei Richter (1 Berufsrichter, 2 Laienrichter). Letzter Vergleichsversuch, dann ggf. Beweisaufnahme.
Vergleich (häufig) oder Urteil. Bei Urteil: Berufung zum Landesarbeitsgericht möglich.
In der Praxis endet das Verfahren bei uns im Schnitt nach 9,4 Wochen — meist im Gütetermin.
Der Erfolg einer Kündigungsschutzklage hängt selten an einem einzelnen Argument, sondern an der Kombination mehrerer Angriffspunkte. Diese sechs sind in unserer Praxis die häufigsten.
Kündigung mündlich, per E-Mail oder per WhatsApp? Unwirksam. Nicht eigenhändig unterschrieben? Unwirksam. Wir prüfen jede Zeile.
Bei betriebsbedingten Kündigungen muss der Arbeitgeber begründen, warum gerade Sie und nicht ein vergleichbarer Kollege gehen müssen.
Wurde der Betriebsrat ordnungsgemäß und vollständig angehört (§ 102 BetrVG)? Bei jedem Formfehler ist die Kündigung unwirksam.
Eine verhaltensbedingte Kündigung ohne vorherige einschlägige Abmahnung ist fast immer unwirksam — das ist das Verhältnismäßigkeitsprinzip.
Schwangerschaft, Elternzeit, Pflegezeit, Schwerbehinderung, Betriebsratsmandat — hier sind die Hürden für den Arbeitgeber extrem hoch.
Kündigung wegen Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion oder Behinderung? Unwirksam — und zusätzlich Schadensersatz nach AGG.
Vor dem Arbeitsgericht gilt eine Besonderheit: Jede Partei trägt ihre eigenen Anwaltskosten — auch im Falle des Gewinns (§ 12a ArbGG). Das klingt nachteilig, hat aber einen Vorteil: Sie tragen kein Kostenrisiko für die Anwaltsrechnung der Gegenseite.
Gerichtskosten (Streitwert × Faktor) fallen nur an, wenn das Verfahren mit Urteil endet — bei Vergleich nicht. Bei vorhandener Rechtsschutzversicherung trägt diese in der Regel beides.
Wir holen Deckungszusage ein, rechnen direkt ab. Für Sie: 0 € Eigenanteil (bei gedecktem Arbeitsrecht).
Niedriges Festhonorar plus Beteiligung am Verhandlungserfolg über Ihrem aktuellen Angebot.
Abrechnung nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Größenordnung wird vor Mandatsbeginn genannt.
Wie hoch ist Ihre Abfindung? Rechner, Hebel und Verhandlungsstrategie.
Wie Sie eine 12-wöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld vermeiden.
Wann eine Gegendarstellung sinnvoll ist und wie Sie eine Folgekündigung verhindern.
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Kündigungsschutz, Fristen und Ihre Rechte.
Persönlich beraten lassen →Vor dem Arbeitsgericht trägt jede Partei die eigenen Anwaltskosten (§ 12a ArbGG) — auch im Erfolgsfall. Gerichtskosten fallen bei Vergleich nicht an. Mit Rechtsschutzversicherung sind Sie meist komplett gedeckt; ohne bieten wir Hybrid-Modelle mit Erfolgsbeteiligung an.
Zum Gütetermin und Kammertermin ja, in der Regel zusammen mit Ihrem Anwalt. Die meisten Mandanten empfinden das deutlich entspannter als erwartet — Arbeitsgerichtstermine sind sachlich, keine Strafprozesse. Wir bereiten Sie vor.
Das müssen Sie nicht entscheiden. Sie klagen formal auf Weiterbeschäftigung — in der Praxis endet aber die große Mehrheit der Verfahren mit einem Vergleich, bei dem das Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung endet.
Vom Klageeingang bis zum Gütetermin vergehen meist 2 bis 6 Wochen. Endet es dort mit Vergleich (häufig), ist die Sache nach ca. 3 Monaten erledigt. Wird ein Kammertermin nötig, kann es 9–12 Monate dauern.
Das hängt davon ab, ob Sie freigestellt wurden. Bei laufendem Arbeitsverhältnis besteht Anspruch auf Gehalt fort. Bei Freistellung ebenfalls. Bei fristloser Kündigung müssen Sie sich beim Arbeitsamt arbeitslos melden, um Lücken zu vermeiden — wir helfen bei der Beantragung.
Ja — aber dann greift kein allgemeiner Kündigungsschutz nach KSchG. Die Hürden für eine Unwirksamkeit liegen höher; es bleiben Sittenwidrigkeit, Treuwidrigkeit, AGG-Verstöße oder Formfehler. Eine Prüfung lohnt sich trotzdem.
Dann bieten wir das Hybrid-Modell an: niedriges Festhonorar plus Erfolgsbeteiligung an dem Teil der Abfindung, der über Ihr aktuelles Arbeitgeber-Angebot hinausgeht. Sie tragen kaum Risiko — wir verdienen, wenn wir Ihren Erfolg vergrößern.
Ja, jederzeit. In der Praxis kommt das selten vor — meist verhandeln wir vor Rücknahme einen Vergleich. Eine Rücknahme ohne Verzicht ist möglich, falls Sie sich z.B. mit dem Arbeitgeber außergerichtlich einigen.
30 Minuten Erstgespräch, kostenfrei. Wir nennen Ihnen die Erfolgsaussichten und das wahrscheinliche Ergebnis — bevor Sie sich entscheiden.